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Wanderlust auf Schmugglerwegen Wanderlust auf Schmugglerwegen

Wanderlust auf Schmugglerwegen

24. November 2016

An der grünen Grenze des Franche-Comté, wo einst die Schmuggler ihr Unwesen trieben und ihre Waren heimlich des Nachts über wilde Flüsse und steile Felsen bringen mussten, lässt es sich heute vortrefflich wandern. Seit jenen düsteren Tagen, in denen die Armut die reisenden Händler zum Schmuggeln „zwang“, hat sich in der Region im Osten Frankreichs zwar vieles verändert. Doch die alten Schmuggler- und Händlerwege entlang der etwa 230 Kilometer langen Landesgrenze zwischen Juramassiv und der Schweiz bestehen noch immer. Insbesondere vier historische Pfade, die sogenannten „chemins de la contrebande“, wurden vom Département eigens wieder hergerichtet.

Der Weg des reisenden Uhrmachers etwa, des sogenannten Orlogeur, führt vom französischen Morteau ins 60 Kilometer entfernte La Chaux-de-Fonds in der Schweiz. Der Wasserfall Saut du Doubs liegt am Weg wie auch einige Museen, die sich mit dem Uhrmacherhandwerk beschäftigen. Entlang dieser Wege erfährt der Wanderer immer wieder über kleine Tafeln von abenteuerlichen Schmugglergeschichten aus grauer Vorzeit. Wer nachvollziehen will, wie mühselig der Weg der Kleinschmuggler, der Bricottiers, damals war, kann vom französischen Maîche 77 Kilometer bis nach La Ferrière in der Schweiz gehen. Dabei kommen die Wanderer auch an den „Echelles de la Mort“ vorbei. Diese „Treppen des Todes“, einen steilen Felsen, mussten die Schmuggler mit großem Gepäck bewältigen. Die Wanderer von heute haben es da leichter, sie erreichen ihr Ziel über eine Eisentreppe.

Überall liegen im Franche-Comté abenteuerliche Geschichten verborgen, die es sich auf einer Wandertour zu ergründen lohnt. Zum Beispiel auf dem „Weg der Zöllner“, einer 250 Kilometer langen Radrunde zwischen dem französischen Morteau und dem schweizerischen Saint-Ursanne. Und was man nicht selbst erforscht, kann man in einem Handbuch für Wanderer nachlesen. Auf jeden Fall ist das Franche-Comté eine Reise wert. Und das Planen einer solchen Wandertour fürs Frühjahr macht an kalten Winterabenden im warmen Wohnzimmer besonders viel Spaß.

Wer mehr zu den Schmugglerwegen wissen will, kann sich in diesem Reisebericht schlau machen:
Franche-Comté: Eine Reise auf den Wegen der Schmuggler - weiter lesen auf Augsburger-Allgemeine

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