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Montbéliard im Franche-Comté Montbéliard im Franche-Comté

Montbéliard im Franche-Comté

04. Dezember 2016

Nur eine Stunde Fahrzeit von Freiburg im Breisgau entfernt liegt die Stadt Montbéliard, die lange Zeit zum Herzogtum Württemberg gehörte. Bereits im Jahre 985 erstmals urkundlich als „Mons Biliardi“  erwähnt, bildete das Städtchen bald das Zentrum der Grafschaft Montbéliard. Durch die Ehe von Graf Eberhard IV. mit Gräfin Henriette von Mömpelgard kam Montbéliard 1397 an das Haus Württemberg. Jedoch wechselte in den folgenden Jahrhunderten die Residentschaft mehrmals. Dreißigjähriger Krieg und Französische Revolution gingen nicht spurlos an der Grafschaft vorüber. Seit 1793 waren Stadt und Grafschaft Mömpelgard dann endgültig in französischer Hand. 1796 trat Friedrich Eugen, inzwischen Herzog von Württemberg, die linksrheinischen Herrschaften im Pariser Sonderfrieden an Frankreich ab. Dafür erhielt der Herzog von Württemberg 1803 unter dem Einfluss Napoleons durch den Reichsdeputationshauptschluss große weltliche und geistliche Gebiete in Südw estdeutschland.

Auch heute finden sich in Montbéliard noch viele Hinweise auf die deutsche Vergangenheit. So etwa die erste evangelische Kirche Frankreichs. Aber auch in den Köpfen der Menschen lebt die Nähe zu Deutschland bis heute weiter: Montbéliard war die erste Stadt Frankreichs, die nach dem Krieg eine Städtepartnerschaft zu einer deutschen Stadt ins Leben rief. Alljährlich glänzt, funkelt und leuchtet die Stadt in ihrer wunderbaren Weihnachtsbeleuchtung, den „Lumières de Noel“, die die Straßen und Plätze und natürlich auch das Schloss der Herzöge von Württemberg einen ganzen Monat lang mit mehr als 60.000 Glühbirnchen anstrahlt. Diese Weihnachtslichter sind Ausdruck alter germanischer Tradition und gelten als das Juwel der Stadt der Herzöge von Württemberg. Sie werden begleitet von bunten Christbaumkugeln, Girlandenschmuck, Kinderlachen, Lebkuchenduft, unerwarteten Begegnungen und Geschenkmärkten.

Besonders sehenswert ist der authentische Weihnachtsmarkt mit seinem üppigen Angebot an typischem Kunsthandwerk rund um die älteste in Frankreich noch erhaltene evangelische Kirche. Auch das Kinderdorf, wo die Kleinen selbst Christbaumschmuck und anderes basteln können, ist eine Attraktion. Wer noch kurz vor dem Fest einen Ausflug wagen will, kann vor Ort auf kostenlose Pendelbusse ins Stadtzentrum umsteigen. Der Markt ist täglich geöffnet und schließt selbst am 24. Dezember erst um 18 Uhr. Die Beleuchtungen sind täglich von 17 bis 22 Uhr angeschaltet.

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