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AOP – Was heißt das eigentlich? AOP – Was heißt das eigentlich?

AOP – Was heißt das eigentlich?

24. Februar 2017

Sicher ist Ihnen schon einmal das sonnenartige rot-orange Signet neben dem COMTÉ-Logo aufgefallen. Dabei handelt es sich um das Gütezeichen AOP, das für die französische Bezeichnung „Appelation d’origine protégé steht und eine geschützte Ursprungsbezeichnung (g. U.) ist.  Diese europäische Herkunftsbezeichnung wurde 1992 von der Europäischen Kommission geschaffen und schützt die Bezeichnung von Produkten, deren Erzeugung, Verarbeitung und Herstellung in einem bestimmten geografischen Gebiet nach einem anerkannten und festgelegten Verfahren erfolgen muss.

Die charakteristischen Merkmale dieser geschützten Produkte sind also eng verbunden mit ihrem Herkunftsgebiet. Für den Verbraucher sind sie am AOP-Siegel klar zu erkennen. Die EU-Rechtsvorschrift (die innerhalb der Europäischen Union fest verankert ist und auf internationaler Ebene über bilaterale Vereinbarungen immer weiter ausgeweitet wird) stellt sicher, dass ausschließlich Produkte, die tatsächlich aus der betreffenden Region kommen, mit dieser Herkunftsbezeichnung auf den Markt kommen. Die Gesetzgebung wurde 1992 verstärkt, mit dem Ziel, das Renommee regionaler Spezialitäten zu schützen, unlauteren Wettbewerb zu verhindern und den Verbraucher vor der Täuschung durch nachgeahmte Produkte zu schützen, die möglicherweise von minderer Qualität sind oder nicht den typischen Geschmack aufweisen. Die Rechtsvorschriften schützen Erzeugnisse wie z. B. Weine, Käsesorten, Schinken, Würste, Oliven, Biere, Früchte, Gemüse, ja sogar regionale Brotsorten.

Lebensmittel wie z. B. Gorgonzola-Käse, Parmesan, Asiago, Camembert aus der Normandie und Champagner können unter dieser Herkunftsbezeichnung auf den Markt gebracht werden, sofern sie ausschließlich aus der genannten Region kommen. Um beispielsweise als Roquefort bezeichnet werden zu dürfen, muss der Käse aus der Milch bestimmter Ziegen- oder Schafsrassen hergestellt werden und in einer natürlichen Höhle im Umkreis der Stadt Roquefort in der französischen Region Aveyron gereift sein, in der er mit den Sporen des in diesen Höhlen wachsenden Edelpilzes (Penicillium roqueforti) „verunreinigt“ wird. Dieses Schutzsystem, das darauf abzielt, Zusammenschlüsse regionaler Erzeuger zu fördern, ähnelt der Bezeichnung „Appellation d’origine contrôlée“ (AOC), die in Frankreich verwendet wird, der „Denominazione di Origine Controllata“ (DOC) für italienische Weine, der „Geschützten Ursprungsbezeichnung“ in Deutschland, der Bezeichnung „Districtus Austria Controllatus" in Österreich, der „Denominación de Origen Calificada“ (DOCa) in Spanien und der „Denominação de Origem Protegida“ in Portugal und weiteren.

Wenn Sie sich also das nächste Mal genussvoll ein Stück COMTÉ in den Mund schieben, können Sie ganz sicher sein, dass es sich dabei um ein echtes Stück Frankreich handelt. Genauer gesagt: Um ein Stück Franche-Comté.

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