Bergkäse wird in den Bergen gemacht – der COMTÉ im Jura-Gebirge
Käsewissen

Bergkäse wird in den Bergen gemacht – der COMTÉ im Jura-Gebirge

Durch Qualitätssiegel geschützt

07. Juli 2018


Der COMTÉ dürfte Ihnen immer wieder in Rezepten oder Zeitungsberichten unter der Bezeichnung Bergkäse unterkommen. Das ist auch völlig zutreffend. Aber wissen Sie tatsächlich, was das genau bedeutet? Wir helfen Ihnen gerne auf die Sprünge, damit Sie beim nächsten Mal so richtig mit fachsimpeln können, wenn es irgendwo COMTÉ gibt. Also: Bergkäse ist ein würziger Hartkäse, der aus Rohmilch hergestellt und nur sehr wenige oder keine Löcher aufweist und kräftig im Geschmack ist.

Dass ein Bergkäse in den Bergen gemacht wird, versteht sich ja im Grunde von selbst. In der „guten alten Zeit“ wurde im Sommer aus praktischen Gründen direkt oben auf der Alm gekäst, wo die Kühe rund um die Uhr im Freien standen und die leckeren Gräser und Kräuter fraßen. Die Transportmöglichkeiten waren zudem sehr eingeschränkt, so dass sich diese „Vor-Ort-Verkäsung“ anbot. Nach dem Almabtrieb im Herbst veränderte sich das Futter für die Kühe und der Käse wurde dann wieder herkömmlich auf dem Bauernhof gekäst.

Mit der fortschreitenden Industrialisierung wurde zunehmend auch der Bergkäse in Fabriken bzw. stark maschinell aufgerüsteten Käsereien hergestellt. So kam es, dass der Begriff Bergkäse, der ja nicht geschützt war, zunächst verwässerte und dann seine eigentliche Bedeutung verlor. Doch die Produzenten lernten dazu. Heute ist echter Bergkäse in aller Regel mit einem Echtheitssiegel versehen oder – wie der COMTÉ – mit dem AOP-Signet ausgezeichnet, das seine regionale und „saubere“ Herstellung bescheinigt.

Der COMTÉ ist ohne Zweifel ein herausragender Bergkäse und wird heute noch wie vor über Hundert Jahren hergestellt – und zwar in den luftigen Höhen der wunderschönen französischen Region Franche-Comté. Aber das wissen Sie ja schon….


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