COMTÉ ist ein perfekter Fondue-Käse
Alles Käse oder was? (12)

COMTÉ ist ein perfekter Fondue-Käse

Zum Dahinschmelzen

09. Dezember 2020


Die zwölfte und zugleich vorerst letzte Folge unserer COMTÉ-Käsewissen-Serie wollen wir dazu nutzen, Ihnen den COMTÉ in seiner sanftesten Form ans Herz zu legen. Tatsächlich bringt der vermutlich leckerste Käse der Welt die Herzen seiner Fans ganz besonders zum Schmelzen, nachdem er selbst dahingeschmolzen ist. Die Rede ist vom Fondue.

Gerade an den winterlichen Feiertagen wie Weihnachten und Silvester werden in unseren Breiten alljährlich zahllose Käseräder durch Erhitzen verflüssigt, mit Wein und Schnaps gemischt, mit Knoblauch und Pfeffer gewürzt und dann mit Brot aufgetunkt. Das hört sich seltsam an, ist aber extrem lecker. Das Käsefondue ist tatsächlich die älteste Variante des als Fondue (franz: die Geschmolzene) bezeichneten Gerichts. Neben dem Fondue mit in heißem Fett oder in Brühe gegartem Fleisch und der Variante mit in geschmolzene Schokolade getunkten Obststückchen, gibt es eben noch das Käsefondue in verschiedenen Zubereitungsarten.

Da ist zunächst das Schweizer Käsefondue, das in zahlreichen regionalen Variationen aus Vacherin und Greyerzer Käse zubereitet wird. Jedoch gibt es auch ein reines Appenzeller Fondue sowie Mischungen, die auch Freiburger, Raclettekäse sowie Tilsiter umfassen.

Aus dem Nordwesten Italiens kennen wir einerseits das Aostataler Fondue, für das Greyerzer, Camembert, Emmentaler und Pecorinokäse verwendet wird. Andererseits findet auch das Piemonteser Fondue auf der Grundlage von Fontina mit Butter, Eigelb, Milch und weißen Trüffeln viele Freunde.

Kommen wir nun zu den Fondue-Varianten aus Frankreich. Von dort kennen wir das Savoyer Fondue, das mit Emmentaler und Beaufort angerichtet wird. Und dann natürlich unsere Lieblings-Variante, das Fondue COMTOISE. Verwenden Sie dazu zur Hälfte jungen, ca. 6 Monate alten COMTÉ, da dieser noch sehr cremig ist und älteren, ca. 18 - 24 Monaten alten COMTÉ für das Aroma. Bei dieser Variante, die mitunter auch Fondue Jura genannt wird, darf der COMTÉ so richtig zeigen, was er in geschmolzener Form „draufhat“. Hierzu wird der in Würfel geschnittene COMTÉ zusammen mit Weißwein aus dem Jura und Kirsch aus Fougerolles in einem mit Knoblauch eingeriebenen Fonduetopf langsam erhitzt. Idealerweise wird dafür ein Caquelon, also ein spezieller Topf aus Keramik verwendet, der über einem Rechaud erhitzt wird. Sobald die Zubereitung die richtige Konsistenz erreicht hat, sie also weder zu flüssig noch zu fest ist, können sich die Hungrigen mithilfe von auf Fonduegabeln aufgespießten Brotstückchen über diese Köstlichkeit hermachen. Dies ist extrem sättigend und sehr kalorienreich, aber perfekt für kalte Winterabende. Probieren Sie das untenstehende Rezept unseres Fondue Jura aus und Sie werden sich verlieben. Der Clou: Bei dieser Variante unseres Lieblings-Fondue-Rezepts wird die Käsemischung in einem ausgehöhlten Mini-Kürbis serviert. Das kommt garantiert gut an.



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