Aktuelles 06-2022
Aufgespießt - Nachrichten-Häppchen aus der Welt des COMTÉ

Aktuelles 06-2022

10. Juni 2022


Erwartungen übertroffen: Nach einer Corona-bedingten Zwangspause fand in diesem Frühjahr der Salon International de l´Agriculture (Internationale Landwirtschaftsausstellung) in Paris zur großen Freude aller Aussteller und Besucher wieder statt. Mit 503.00 Besuchern übertraf die Veranstaltung alle Erwartungen und bot den Rahmen für manch lang ersehntes Wiedersehen. Da die Maskenpflicht aufgehoben worden war, konnten sich Aussteller und Besucher mit einem Lächeln begrüßen. Der Ausstellungspavillon, in dem sich COMTÉ zusammen mit den anderen AOP-Käsen der Franche-Comté präsentierte, lag günstig und zog zahllose Interessenten an, die die Käse in ihrer Vielfalt kosteten und mit den Milchbauern aus dem Jura-Massiv über Fragen der Produktion, des Tierwohls und der Entlohnung plauderten.

Autonomie mindert Krisenfolgen: Der Präsident des CIGC, Alain Mathieu, sprach sich unlängst in einer Botschaft an die große COMTÉ-Gemeinschaft zugunsten der hohen Autonomie der Kooperative und ihrer Mitglieder aus. Seiner Meinung nach dämpfe ein erhöhtes Maß an Autarkie eventuelle Krisenfolgen. Nach seinen Worten bringt das Jahr 2022 in der Folge der Corona-Pandemie nun weitere wirtschaftliche Unsicherheiten und menschliche Tragödien mit sich. Dabei verwies Mathieu auf den Krieg in der Ukraine sowie auf wirtschaftliche Störungen, die sich auf die Landwirtschaft und die Nahrungsmittelindustrie auswirkten. Gerade in dieser unruhigen Zeit beruht seiner Ansicht nach die Widerstandsfähigkeit der COMTÉ-Kooperative auf dem Produktionsmodell, das im Wesentlichen auf den Ressourcen der Region beruhe. „Je stärker unsere Autonomie ist, desto geringer sind die Auswirkungen des Preisanstiegs für Rohstoffe von außen auf unsere Branche“, sagte Mathieu. Auf der Ebene der Milchbauern bedeute Autonomie etwa, weniger auf die Ressourcen teurerer Rohstoffe zurückzugreifen und den COMTÉ vor einem Teil der Inflation der Produktionskosten zu schützen, damit er ein beliebter und für alle zugänglicher Käse bleibt.

Gesundheitssicherheit und Qualitätskontrollen wichtiger denn je: Bei einem Naturprodukt wie dem COMTÉ, zumal auf traditionelle Weise aus Rohmilch hergestellt, sind die Themen Gesundheitssicherheit und Qualitätsicherung von immenser Bedeutung. Sie sind Garanten für das Markenimage des COMTÉ und sichern die Zukunft der Rohmilchproduktionskette. Daher kommen in allen Phasen der Käseproduktion bewährte Verfahren zum Einsatz. So arbeitet die Qualitätssicherung in den Käsereien eng mit den Technikern des angegliederten Analyselabors zusammen. Externe Berater sorgen mit ungetrübtem Blick für die Einhaltung der Hygieneregeln und die Rückverfolgbarkeit der Produkte. Die gesundheitliche Unbedenklichkeit der COMTÉ-Käse wird während des gesamten Reifungsprozesses anhand bakteriologischer Analysen gewährleistet und am Ende durch "Chargenfreigaben" dokumentiert. Aber auch Audits im Rahmen von Zertifizierungen (International Food Standard) sowie Kontrollen der Veterinärämter und zusätzliche Wünsche von Kunden aus dem Einzelhandel und vor allem aus dem Export erhöhen den Druck. Und selbst in Logistik und Versand ist alles millimetergenau geregelt, was eine messbar hohe "Servicequote" ermöglicht. So ist der COMTÉ traditionell und hochmodern zugleich.


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