Ist das noch gesund?
COMTÉ wird aus naturbelassener, echter Milch gemacht

Ist das noch gesund?

Pflanzenmilch ist voll im Trend - und in der Kritik

06. Februar 2024


Immer mehr Menschen steigen von Kuhmilch auf diverse Pflanzendrinks um. Im Glauben, dies sei nicht nur gesund, sondern auch nachhaltig. Beides könnten - so zeigen wissenschaftliche Studien - Fehlannahmen sein. Wir schauen uns hier die Sachlage an und wollen informieren, nicht indoktrinieren. Bilden Sie sich in jedem Fall Ihre eigene Meinung. Und hören Sie auf Ihren Körper.

Die Kuh hat Konkurrenz bekommen. Ob Amaranth, Buchweizen, Cashew oder Erbse, ob Hafer, Hanf, Hirse, Kokos oder Lupinen, ob Mandeln, Quinoa, Reis oder Soja - sie alle sind angetreten, um dem tierischen Eiweiß in flüssiger Form den Rang abzulaufen. Wer heute im Supermarkt einen Liter Milch kaufen will, muss sich auf ein verwirrendes Angebot im Kühlregal gefasst machen. Und die Preise dieser diversen weißen Flüssigkeiten sind auch nicht ganz ohne. Da kostet der Liter Barista Haferdrink schon mal locker das Doppelte.

Doch ist es das wert? Diese Frage stellen sich nicht nur viele Konsumenten. Auch Wissenschaftler haben sich eingehend mit dieser Frage befasst und sind zu eindeutigen Ergebnissen gekommen. Im deutschsprachigen Raum wird hier aktuell Christine Brombach, Ernährungswissenschaftlerin und Professorin an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften, viel zitiert. „Milch ist ein Naturprodukt. Das kann man nicht einfach nachbauen. Menschen trinken Milch seit Jahrtausenden. Nur etwa zehn Prozent vertragen keine Kuhmilch“, sagte sie im Januar 2024 der Neuen Zürcher Zeitung. Weiter sagt sie, Kuhmilch liefere mehr Eiweiss, mehr Energie, mehr Vitamine und Mineralstoffe.
Ähnliche Ergebnisse erbrachten auch neueste Untersuchungen des Kompetenzzentrums „Agroscope“, die wiederum das Bauchgefühl und den gesunden Menschenverstand vieler naturnaher Menschen bestätigten: Milch ist gesund und tut gut. Wer Milch trinkt, dem geht es besser. Die Forscher hatten verschiedene Pflanzendrinks auf Inhalt und Nährwert untersucht und fanden: „An die Milch kommt keiner ran.“ Und auch eine Reihe von US-Forschern veröffentlichten kürzlich, Milch liefere mehr und hochwertigeres Eiweiß in besser verwertbarer Form als alle Kunstmilch-Produkte. Außerdem sei Milch wichtiger Kalzium-Lieferant, gerade wegen des Milchzuckers. Er mache es dem Darm leichter, Kalzium aufzunehmen.

Pflanzendrinks sind hochprozessierte Produkte

Die Pflanzendrinks kommen als Ersatz für das Naturprodukt daher, nähern sich allerdings nur an die Optik der Milch an und an ihre Einsatzgebiete. Der Kaffee wird weiss und das Müsli wird weich. Alles erscheint wie gewohnt – nur ohne Tier. Christine Brombach, die erwähnte Ernährungswissenschafterin aus der Schweiz, sagt aber, nichts sei wie gewohnt und ergänzt: „Pflanzendrinks sind technische Entwicklungen – Milch ist ein komplexes Naturprodukt. Das kann man nicht einfach nachbauen.“ Bis heute fehlen Studien darüber, wie der Körper auf die behandelten Pflanzenstoffe reagiert: „Das sind hochprozessierte Produkte. Viel Erfahrung haben wir damit nicht“, sagt Brombach.

Echte Milch dagegen, sagt sie weiter, sei „einfach grossartig“, auch, weil sie Käse, Joghurt, Quark und Butter liefere. Deshalb hat Milch in der traditionellen Ernährung Europas ihren festen Platz und wird von den grossen Fachgesellschaften als Teil der Ernährung empfohlen. Sie gibt weiter zu bedenken: „Wir haben es bei Milch mit einem Produkt zu tun, das designt ist, damit Jungtiere wachsen. Deshalb hat die Evolution dazu geführt, dass ihre Inhaltsstoffe leicht aufgenommen werden.“ In Pflanzendrinks lässt sich das nicht simulieren. Da müssen dann Zusätze das Manko ausbügeln, die sich im Körper jedoch nicht gleich gut verwerten lassen.

Vorsicht bei Haferdrinks

Hohe Verkaufszahlen erzielen verschiedene Premium-Marken mit ihren Haferdrinks und viele Konsumenten glauben der verführerischen Werbung, die behauptet, sie seien nachhaltig und gesund.  Doch mehr und mehr warnen Ernährungswissenschafter vor ernährungsphysiologischen Nachteilen, die andere Pflanzendrinks nicht haben. Vor allem solle man die Haferdrinks nicht pur auf leeren Magen trinken. Besonders auf nüchternen Magen sorge die zuckerhaltige Hafermilch für einen extremen Anstieg des Blutzuckerspiegels, der danach offenbar wieder stark abfällt, was für Heißhunger sowie Müdigkeit über den Tag sorgen kann. Zudem steht auf den Haferdrinks meist "ohne Zuckerzusatz“, obwohl sie beträchtliche hohe Mengen an Zucker enthalten. Dieser durch die Fermentation von Hafer (dies gilt gleichermaßen bei Reisdrinks) entstehende Zucker muss jedoch nicht ausgewiesen werden. Außerdem gerät das in den Haferdrinks verwendete Rapsöl immer mehr in die Kritik, da es im Verdacht steht, wie alle prozessierten Pflanzenöle ungesunde Reaktionen im Körper auszulösen.

Die meisten Menschen vertragen Kuhmilch gut

Und was ist mit den Menschen, die keine Kuhmilch vertragen? Tatsächlich verträgt in Deutschland, Österreich und der Schweiz die grosse Mehrheit der Erwachsenen Milch gut. Nur 10 bis 15 Prozent der Bevölkerung können sie nicht verdauen. Diese sind entweder laktoseintolerant oder direkt allergisch auf Kuhmilch, so dass das Eiweiss der Milch schwere Symptome auslösen kann. Daher greift diese Bevölkerungsgruppe als Alternative oft zu Pflanzendrinks. Ernährungs- und Agrarexperten empfehlen derart empfindlichen Menschen, besonders auf ihre Ernährung zu achten und hochwertige Proteine sowie ausreichend Kalzium und Vitamine zu sich zu nehmen.

Natürlich würden wir nicht so weit gehen wie ein Nius-Autor, dessen Artikel „Quinoa-Quatsch & Mandel-Murks: Nichts schlägt echte Milch!“ viel Beachtung fand. Und natürlich kann jeder trinken, was immer er oder sie will. Dennoch möchten wir hier ein  wissenschaftlich fundiertes Hoch auf die Kuhmilch ausrufen, zumal wenn sie unverarbeitet in einem so natürlichen Produkt wie dem COMTÉ verwendet wird. Da ist sie dann sogar für laktoseintolerante Menschen gut verträglich.


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