Alex Bon, der „Feelgood-Käser“
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Alex Bon, der „Feelgood-Käser“

Klettern und Käse machen sind seine Passion

21. Mai 2024


Alex Bon ist seit November 2023 der Käser von Ounans. In dieser kleinen Genossenschaft, die bald modernisiert werden soll, stellt er COMTÉ her sowie Butter, Quark und Serrac-Käse. Sein Werdegang ist faszinierend und seine optimistische Ausstrahlung absolut ansteckend. Alex ist ein gutes Beispiel für Tatendrang, Neugier und Lernwille. Die letztlich immer zum Erfolg führen.

Der junge Mann aus Poligny ist nicht einer von diesen „Obelixen“, die schon als Kind in den Milchtopf gefallen sind. Seine Eltern waren auch nicht in der Käsebranche tätig. Er selbst begann seine Laufbahn mit einem Fachabitur und einem BTS-Abschluss in "Lebensmittel und technologische Prozesse" von der Enil in Poligny und Mamirolle. "Agrar- und Ernährungswirtschaft fand ich schon gut, Milch noch nicht so sehr", gibt er lächelnd zu. Seine duale Ausbildung zum Abitur machte er bei Président in Lons, das BTS bei Elixia in Champagnole. Nach seinem Abschluss bewarb er sich um eine Stelle bei einer Comté-Genossenschaft. "Salins suchte einen Käsereihelfer und kurz darauf war die Stelle des zweiten Käsers frei - und sie haben sie mir angeboten", berichtet der junge Mann.

Alex ist unerschütterlich neugierig und immer bereit, sich Herausforderungen zu stellen. Er lernte seinen neuen Beruf von Yannick Decharrière, dem Käsemeister von Salins, mit dem er bis heute gut befreundet ist. "Ich habe bei ihm die gesamte Käseherstellung von A bis Z kennengelernt". Siebeneinhalb Jahre fruchtbare Zusammenarbeit verbindet die beiden. Doch 2022 bekam Alex, der begeisterter Wander- und Kletterfreund ist und Trekkingtouren im Jura-Gebirge macht, Lust auf mehr. Es zog ihn auf eine Alm in der Schweiz.

So ging er in die Schweiz zur Fruitière de Nyon, wo er von Mitte Mai bis Ende September 2022 mit einem Käsereigehilfen und drei Hirten eine Alm bewirtschaftete. Dort oben stellten sie fünf Käse pro Tag her, in Salins waren es 60 Käse pro Tag. Die Produktion erfolgte auf „altmodische Weise, mit Holzkessel und alles von Hand. Wir haben alles zusammen gemacht, die Arbeit, das Kochen, das war das Leben in der Gemeinschaft“, sagt Alex begeistert.

Basketball und Trekking in den Bergen

Als ehemaliger Basketballspieler des polnischen PJBC, wo er bis zu seinem zwanzigsten Lebensjahr dribbelte, ist Alex den Ereignissen immer einen kleinen Schritt voraus. So sah er während seiner Zeit auf der Alm, auf den Höhen seines Berges, eine Anzeige von Rivoire-Jacquemin, die seinerzeit einen Verantwortlichen für die Käseveredelung suchten. So kam es, dass Alex in den folgenden anderthalb Jahren einen anderen Beruf entdeckte, der mit ebenfalls dem Comté zu tun hatte. "Diese Erfahrung bei einem Affineur hat mir bei meiner Arbeit als Käser sehr viel gebracht, denn ich habe jetzt ein genaues Verständnis für den Weg, den der Käse nach der Herstellung zurücklegt. Ich kann auch die harte Arbeit aller Glieder der Kette und die Schwierigkeit der Vermarktung erkennen, die man als Käser nicht vermutet. Ich habe diese Erfahrung genossen, aber die Herstellung hat mir gefehlt", erklärt er.

Mit seinen inzwischen 29 Jahren würde Alex gerne in einiger Zeit "etwas zurückgeben" und nun seinerseits einen Lehrling ausbilden, so wie Yannick es mit ihm gemacht hat. Wir sind sicher, er findet den geeigneten, wissensdurstigen Menschen, der von ihm lernen will.


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