Was Autos und Pfeffermühlen gemeinsam haben

Was Autos und Pfeffermühlen gemeinsam haben

17. Oktober 2017


Der Markenname Peugeot dürfte hierzulande so ziemlich jedermann ein Begriff sein. Schließlich sind die Autos des französischen Herstellers auch in Deutschland beliebt. Weniger bekannt sind dagegen die qualitativ sehr hochwertigen und in Kennerkreisen renommierten Peugeot-Mahlwerke für Salz-, Pfeffer- und Kaffeemühlen. Und was vermutlich nur sehr, sehr wenige Menschen wissen (Sie gehören in wenigen Augenblicken dazu), ist die Tatsache, dass seit dem Jahre 1948 das Wappen der Region Franche-Comté als Peugeot-Logo verwendet wird. Dies ist auf die Verbundenheit der Unternehmerfamilie Peugeot mit der Stammregion des Unternehmens zurückzuführen. Die Familie stammt aus der Umgebung von Montbéliard, die als Grafschaft Mömpelgard von 1397 bis 1796 unter württembergischer Herrschaft stand. Daher rechnen manche die Marke Peugeot scherzhaft zu den „schwäbischen Automarken“. Als Unternehmer traten die Peugeots erstmals Ende des 18. Jahrhunderts mit einer Ölmühle, Gerberei und Färberei in Hérimoncourt in Erscheinung. Hinzu kam später eine Spinnerei, eine zweite wurde in Audincourt am Doubs eröffnet. Als Gründungsjahr von Peugeot gilt das Jahr 1810, als die Brüder Peugeot auf dem Gelände der Ölmühle eine Eisengiesserei aufbauten und Walzeisen, Sägeblätter, Uhrenfedern und Korsettstäbe aus Stahlbändern fertigten. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts umfasste die Produktpalette des bereits über die Landesgrenzen hinaus bekannten Unternehmens auch mechanische Schermaschinen, Federn für Phonographen, landwirtschaftliche Geräte, Rasierklingen, Kaffeemühlen und Bügeleisen. Die Autos und Mühlen haben es wie gesagt bis in die heutige Zeit geschafft, wobei die Fahrzeuge eindeutig den Schwerpunkt der Unternehmensaktivitäten bilden. Und das Logo zeigt trotz diverser Modernisierungsversionen immer noch die starke Verbundenheit von Peugeot mit der Region Franche-Comté.

Wenn Sie das nächste Mal in der Gegend sind, achten Sie doch mal auf den „Löwen“.


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