Wenn die Montbéliard-Kühe auf der Sommerwiese grasen sind alle glücklich

17. Juli 2016


Wenn man in diesen Sommertagen durch das Französische Jura-Massiv fährt, kann man überall beobachten, wie die Kühe auf den saftigen Wiesen gemütlich in Gruppen stehen oder liegen, friedlich Gras und Kräuter fressen oder widerkäuen. Da spürt man richtig, dass sich die Tiere wohlfühlen und ihre wunderbar natürlichen Lebensbedingungen genießen. Und wenn man nun weiß, dass in der Milch dieser glücklichen Kühe all die leckeren Aromen des üppigen Grüns eingefangen sind, und wenn man weiter weiß, dass die Milch dieser glücklichen Kühe täglich zu leckerem COMTÉ verarbeitet wird, dann möchte man am liebsten gleich ein Stück dieses wunderbaren Sommer-Käses genießen.

Aber halt! Der Käse, der morgen früh mit dieser frischen Milch von heute gemacht wird, kann frühestens in vier Monaten, also erst im November gegessen werden. Denn so lange ist die Mindestreifezeit für den COMTÉ. Doch wenn wir heute im Käsefachgeschäft einen 12 Monate alten COMTÉ kaufen, dann wissen wir genau: Die Kühe, die die Milch für diesen Käse gegeben haben, standen oder lagen vor genau einem Jahr genauso glücklich auf ihrer Weide, fraßen Gras und Kräuter und genossen ihre wunderbar natürlichen Lebensbedingungen. Denn im Franche-Comté werden die Kühe nun einmal nicht in großen Ställen rein zum Zwecke der Milchproduktion gehalten. Dort gibt es auch keine Großkäsereien, in denen die Milch vieler Tiere aus verschiedenen Gegenden einfach zusammengeschüttet wird, so dass der Käse immer gleich schmeckt. Nein. Der COMTÉ ist ein sehr regionales Produkt, das immer nach dem schmeckt, was die Kühe – je nach Jahreszeit – fressen. Und: Fast in jedem Dorf gibt es eine Käserei, und deren Einzugsbereich ist nicht größer als 25 Kilometer. Da kennt der Milchbauer jede Kuh mit Namen. So sind alle glücklich.

 


zurück