Daniel Tyrode – geboren für den Käsekessel

Daniel Tyrode – geboren für den Käsekessel

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Manche Berufe sucht man sich aus. Andere scheinen einem schon in die Wiege gelegt zu werden. Bei Daniel Tyrode trifft wohl Letzteres zu. Schon als kleiner Junge half er seinem Vater André in der Käserei von Évillers. Zwischen Milchkesseln, Käseformen und dem geschäftigen Treiben einer Dorfkäserei entwickelte er früh eine enge Verbindung zu dem Handwerk, das später sein Leben prägen sollte.

1982 begann Daniel seine Ausbildung in genau jener Käserei, in der sein Vater bereits als Käser arbeitete. Schritt für Schritt lernte er das Handwerk von Grund auf. Nach seiner Ausbildung folgten zahlreiche Weiterbildungen an den renommierten Enil-Schulen – vom CAP über das BEP und das BTA bis hin zur Spezialisierung für Hartkäse.

Mit Fleiß, Ausdauer und Leidenschaft arbeitete er sich nach oben. Als sein Vater in den Ruhestand ging, übernahm Daniel im Alter von nur 30 Jahren die Verantwortung als Käsemeister derselben Genossenschaftskäserei. Eine schöne Fortsetzung einer echten Familiengeschichte.

Denn die Käserei war für die Familie Tyrode immer mehr als nur ein Arbeitsplatz. Auch Daniels Mutter Yvonne arbeitete dort, und seine drei Schwestern halfen früher regelmäßig bei der Herstellung des Mont d’Or. Zwei von ihnen sind bis heute in Käsereien tätig. Eine Schwester, Marielle, arbeitet sogar direkt an seiner Seite als Käsergehilfin. Als sich 2017 drei Genossenschaften zusammenschlossen und eine neue gemeinsame Käserei gründeten, war es fast selbstverständlich, dass Daniel die Leitung der Produktion übernahm.

Gute Milch, Fingerspitzengefühl und jede Menge Liebe

Was macht für ihn einen guten COMTÉ aus? Die Antwort klingt einfach, enthält aber die ganze Philosophie des Handwerks: ausgezeichnete Milch und das richtige Fingerspitzengefühl des Käsers. Denn jede Milch ist anders. Sie verändert sich mit den Jahreszeiten, dem Futter der Kühe und den Bedingungen auf den Höfen. Ein guter Käser muss diese Veränderungen erkennen, verstehen und darauf reagieren können.

Nach mittlerweile 44 Berufsjahren verfügt Daniel über einen Erfahrungsschatz, den man nicht aus Büchern lernen kann. Trotzdem spricht er über seine Arbeit mit derselben Begeisterung wie zu Beginn seiner Laufbahn.

Und vielleicht sagt ein Satz mehr über ihn aus als jede Berufsbezeichnung: Obwohl der Ruhestand näher rückt, freut er sich nicht besonders darauf. Denn wenn Daniel Tyrode morgens in die Käserei kommt, hat er bis heute nicht das Gefühl, zur Arbeit zu gehen.

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