Emmanuel Cairey‑Remonnay

Nahaufnahme Emmanuel Cairey‑Remonnay

Vom Stall ins Geschäft

Mancher Vertriebs-Erfolgs beginnt im Büro, der von Emmanuel Cairey‑Remonnay begann ganz bodenständig auf dem Land: Der heutige Vertriebsleiter der Fromageries Vagne stammt aus einer Bauernfamilie am Larmont. Milch, Käse, Landwirtschaft waren von kleinauf sein Alltag. Seine Laufbahn zeigt, wie sich aus Leidenschaft für Milch und Käse eine solide Karriere entwickelt. 

Der Vertriebsleiter der Fromageries Vagne ist nicht nur ein Käsemann mit Leidenschaft – er ist auch Sohn, Bruder und Cousin von Landwirten auf dem Larmont. Aufgewachsen ist Emmanuel Cairey-Remonnay auf einem Bauernhof. Seine Eltern produzierten in La Cluse-et-Mijoux Ziegenkäse und hielten Milchkühe für die Herstellung von Morbier und Comté. „Mit sechs Jahren habe ich schon geholfen, die Käse aus den Formen zu nehmen“, erinnert sich der großgewachsene, hilfsbereite und fleißige Mittvierziger.

Später einmal einen Hof zu übernehmen, war damals für Emmanuel durchaus  eine Option – er fühlte sich den Wiesen und Weiden seit jeher tief verbunden. Statt BWL studierte er daher Agraringenieurwesen an der ENESAD (heute Institut Agro Dijon). Sein Abschlusspraktikum absolvierte er bei Coopex Montbéliarde – „Ich war begeistert, aber es gab dort keine Stelle für mich.“ Also bewarb er sich auf zwei Ausschreibungen von Affineuren, darunter die Fromageries Vagne. Dort ist er nun seit fünfzehn Jahren.

Arbeit mit Sinn und ein Produkt von echtem Wert

Der Kundenkontakt hat ihm schon immer gefallen – aber nur unter einer Bedingung: „Ich möchte ein Produkt verkaufen, an das ich wirklich glaube.“ Und bei Vagne ist die Verbindung noch persönlicher: Das Unternehmen in Poligny ist „der einzige Affineur, der direkt seinen Erzeugern gehört“. „Wir sind zu 100 % im Besitz der UCAFT – einer Genossenschaft von Genossenschaften, deren Reifewerkzeug wir sind.“

Diese enge Verbindung zu den Landwirten verleiht seiner Arbeit besonderen Sinn, findet Emmanuel. „Ich habe gesehen, wie hart meine Eltern gearbeitet haben und wie wenig sie manchmal dafür bekamen. Heute freue ich mich, ihren Einsatz – und den aller Landwirte – durch meine Arbeit zu würdigen.“

Auch privat bleibt die Familie eng verbunden mit dem Käse: Sein älterer Bruder sammelt im Comté-Gebiet Milch ein, sein jüngerer Bruder hält Schweine und Schafe auf dem Hof seines Patenonkels.

Seit seinem Einstieg 2010 hat Emmanuel zur Weiterentwicklung des Unternehmens beigetragen – unter anderem an der Seite von Thierry Pate. Als Vertriebsleiter ist er vor allem für Kunden im traditionellen Netzwerk verantwortlich: Großhändler, Käseläden, kleine Fachgeschäfte. Sein Kollege Jean-François betreut die Groß- und Mittelverteiler (GMS). Unterstützt werden sie von Odile im Innendienst sowie von Corinne, Sylviane und Mélissa im Vertriebsteam.

Ein weiterer Schwerpunkt der letzten Jahre: der Export. 2010 kaum vorhanden, macht er heute rund 8 % des Gesamtvolumens aus.

Trail, Ski und die Familie

Und was macht Emmanuel in seiner Freizeit – als Vater zweier kleiner Kinder? „Aktuell bleibt da nicht viel: „Fernand, 2 Jahre, hat diesen Sommer das erste Mal beim Heuen geholfen. Und Constance, geboren am 15. Juni, fordert uns natürlich auch ganz schön.“ Wenn er Zeit hat, liebt er Trailrunning, Skifahren, Wandern, Gartenarbeit und das Sammeln von Wildfrüchten und Pilzen. Die Verbindung zur Erde ist geblieben, seit er als Kind auf dem elterlichen Hof bei der Feldarbeit und bei der Tierpflege half. „Wenn man Bauernkind ist, steckt dieses Verhältnis zur Natur tief in einem drin.

WordPress Cookie-Hinweis von Real Cookie Banner