Die Renaturierung des Suran
COMTÉ bedeutet nicht nur Genuss, sondern auch gelebte Verantwortung für die Region, aus der dieser Premium-Käse stammt. Und genau das zeigt ein beeindruckendes Projekt am Fluss Suran: Mit vereinten Kräften engagierten sich Landwirte, Käsekooperativen und Umweltschützer dort für eine nachhaltige Zukunft: Flussgebietsmanagement vom Feinsten.
In der Region Petite Montagne im Jura wurde ein bedeutendes Umweltprojekt umgesetzt: Auf einer Länge von 1,5 Kilometern erhielt der Fluss Suran seinen natürlichen Verlauf bei Val Suran zurück – mit großzügiger Unterstützung von fünf Milchbauern, die ihre Flächen dafür zur Verfügung stellten. Der Suran ist ein 73 km langer Wasserlauf, der seinen Ursprung in Loisia im Jura hat und bei Varambon (im Departement Ain) in die Ain mündet.
Das Ziel des 6 Jahre dauernden Projekts: Den ökologischen Zustand des Suran zu verbessern und seinen Lebensraum für Fische, Insekten und Pflanzen zu erhalten. Der Fluss, der seit den 1960er Jahren durch Flurbereinigungsmaßnahmen stark begradigt worden war, hatte rund 28 Prozent seines ursprünglichen Laufs verloren – mit negativen Folgen für Biodiversität und Wasserhaushalt.
Durch die Wiederherstellung eines mäandrierenden Verlaufs, die Anhebung des Wasserspiegels und gezielte strukturelle Maßnahmen sollen kleine Hochwasser besser zurückgehalten, die Artenvielfalt gefördert und gleichzeitig die Auswirkungen auf angrenzende landwirtschaftliche Flächen möglichst gering gehalten werden.
Ein sensibles Miteinander
Die Zusammenarbeit mit den Landwirten stand im Mittelpunkt: Ihre Produktionsrechte und Futtermengen sollten nicht beeinträchtigt werden. In enger Abstimmung mit den regionalen Käseorganisationen und einem unabhängigen Agraringenieur wurden praktikable Lösungen gefunden – von Weidezugängen über stabile Tränken bis zur Brücke für den Kuhdurchtrieb.
Die Bauarbeiten begannen im Frühjahr, die Wiesen wurden neu eingesät, und im Winter folgt die Uferbepflanzung. Das Projekt zeigt eindrucksvoll, wie ökologischer Gewässerschutz und moderne Landwirtschaft Hand in Hand gehen können – zum Wohl der Natur, der Tiere und der Menschen.