Wie COMTÉ seinen Wert bewahrt

Wie COMTÉ seinen Wert bewahrt

Stabil durch bewegte Zeiten

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind auch für die Käsewelt nicht einfacher geworden. Gestiegene Kosten, eine zurückhaltendere Kaufkraft und höhere Belastungen für Unternehmen machen sich bemerkbar. Umso erfreulicher war die Bilanz, die der französische Branchenverband CIGC bei seiner Generalversammlung im Juni präsentierte: COMTÉ behauptet sich in diesem schwierigen Umfeld erstaunlich stabil.

Die Verkaufszahlen bewegen sich seit 2024 auf einem konstanten Niveau – eine Entwicklung, die angesichts der allgemeinen Marktlage ausdrücklich positiv bewertet wird. Dahinter steckt allerdings nicht allein die Nachfrage. Eine Besonderheit der COMTÉ-Branche ist, dass sie seit Langem versucht, Produktion und Markt miteinander in Balance zu halten. Mehr Milch bedeutet also nicht automatisch mehr COMTÉ. Denn: Ein Überangebot würde irgendwann die gesamte Wertschöpfungskette, die vom Milchbauern über die Fruitière und den Käser bis zum Affineur negativ beeinflussen. Deshalb gelten innerhalb der COMTÉ-Branche Regeln, mit denen die Produktionsmengen klug gesteuert werden. Schließlich geht es darum, den Wert des COMTÉ und den Bestand der gesamten Käsewirtschaft im Jura, die eng miteinander verflochten ist, langfristig zu erhalten. Dies macht auch das inzwischen 10. Pflichtenheft des COMTÉ deutlich, in dem detailliert festgelegt ist, welche Regeln die Beteiligten einhalten müssen – vom landwirtschaftlichen Betrieb über die Käserei bis hin zum Reifekeller. Dabei wird nun auch die Nachhaltigkeit ausdrücklich in ihren wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Dimensionen berücksichtigt. Die entsprechenden Vorgaben gelten verbindlich und werden kontrolliert.

Immer mehr Menschen wollen COMTÉ erleben

Dass das Interesse längst über den Käseteller hinausgeht, zeigen zwei weitere Zahlen aus dem vergangenen Jahr. Zu den „Rendez-vous du Comté 2025“ kamen innerhalb von vier Tagen rund 10.000 Besucher, darunter etwa 2.000 Schülerinnen und Schüler. Noch eindrucksvoller ist die Entwicklung des Maison du Comté in Poligny: 55.000 Menschen Besucher wurden 2025 gezählt – so viele wie nie zuvor. Weitere rund 3.000 Gäste kamen zu Seminaren und Veranstaltungen. Erst 2021 eröffnet, ist das Maison du Comté inzwischen die siebtmeistbesuchte Sehenswürdigkeit des Jura.

Vielleicht ist gerade das eine der schönsten Nachrichten aus der Generalversammlung: Menschen möchten heute nicht nur wissen, wie COMTÉ schmeckt. Sie interessieren sich zunehmend dafür, woher er kommt, wie er entsteht und welche Menschen hinter ihm stehen.

Und damit wird aus einem Stück Käse plötzlich eine ganze Region, die es zu entdecken gibt.

WordPress Cookie-Hinweis von Real Cookie Banner